Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Heilig Kreuz-Auffindung
– musikalisch umrahmt vom Lehrerchor Vokal-LLR –
begannen die Feierlichkeiten zur Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule.
Im Anschluss versammelten sich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Ehrengäste und Lehrkräfte zur Abschlussfeier in der Zweifeldturnhalle der Schule.

Konrektor Gregor Schießl wandte sich in seiner Begrüßung an die Abschlussklassen und machte deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Familien stolz auf das Erreichte sein könnten. Mit Zuversicht, Ausdauer und eigener Leistung hätten sie den bayerischen Realschulabschluss erworben – einen Abschluss, der viele Türen öffne und eine tragfähige Grundlage für ihren weiteren Lebensweg bilde. Er ermutigte sie, auf ihre Stärken zu vertrauen, wertvolle Wegbegleiter nicht aus den Augen zu verlieren und ihre Zukunft mutig und entschlossen anzugehen.

Durch das weitere Programm führten Mirja Leibl (10b) und Andreas Schwarzmeier (10c), die im Wechsel die zahlreichen Ehrengäste aus Kirche, Politik und Schule willkommen hießen. Mirja Leibl sprach Pfarrerin Barbara Kovarik sowie Domkapitular und Stadtpfarrer Christian Altmannsberger ihren Dank für die Gestaltung des Gottesdienstes aus. Anschließend hieß sie Landrat Bernd Sibler herzlich willkommen und würdigte das Engagement des Landkreises Deggendorf als Sachaufwandsträger, der durch kontinuierliche Investitionen die Voraussetzungen für einen modernen und zeitgemäßen Unterricht schaffe.

Andreas Schwarzmeier richtete seinen Gruß an den Ersten Bürgermeister der Stadt Osterhofen, Thomas Etschmann, stellvertretend für alle Gemeinden, aus denen Schülerinnen und Schüler die Landgraf-Leuchtenberg-Realschule besuchen. Ebenso begrüßte er die Vertreter der Partnerschulen: Rektorin Tanja Anthofer von der Grundschule Altenmarkt sowie den stellvertretenden Schulleiter Philipp Knollmüller von der Alois-Fischer-Schule in Deggendorf.

Ebenfalls willkommen hieß Mirja Leibl den Vorsitzenden des Fördervereins, Stefan Weinberger, sowie die scheidende Elternbeiratsvorsitzende Claudia Müller mit ihrem Team. Abschließend galt ihr Dank den ortsansässigen Banken und Unternehmen, die „ihre“ Landgraf-Leuchtenberg-Realschule regelmäßig finanziell unterstützen.

In Abwesenheit würdigte Andreas Schwarzmeier zudem die Unterstützung von Christoph Kreuzer von der Bundesagentur für Arbeit, der für viele Schülerinnen und Schüler ein wichtiger Ansprechpartner bei der Berufsorientierung gewesen sei. Außerdem begrüßte er die Vertreter der örtlichen Presse sowie die Schulfotografin Alexandra Linzmeier von fotoalf.

Landrat Bernd Sibler gratulierte dem Abschlussjahrgang zu den hervorragenden Leistungen. Die Absolventinnen und Absolventen hätten im entscheidenden Moment überzeugt und eindrucksvoll bewiesen, „dass sie es einfach drauf haben“. Neben Wissen und fachlichem Können hätten sie auch Herz und Charakter entwickelt. Gerade an der Realschule Osterhofen werde das spielerische und integrative Lernen gelebt. Den Jugendlichen gab er den Wunsch mit auf den Weg, sich neben Schule und Beruf auch ehrenamtlich zu engagieren und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Der Erste Bürgermeister der Stadt Osterhofen, Thomas Etschmann, bezeichnete den Tag der Abschlussfeier als einen Tag des Aufbruchs und zugleich als bedeutenden Meilenstein im Leben der jungen Menschen. Während ihrer Schulzeit hätten sie sich zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickelt und ein solides Fundament für ihre Zukunft gelegt. Er ermutigte sie, mutig und zuversichtlich neue Wege zu gehen, die schönen Erinnerungen an die Schulzeit zu bewahren und den Blick stets nach vorne zu richten.

Stefan Weinberger, Vorsitzender des Fördervereins, unterstrich, dass die Absolventinnen und Absolventen mit Recht stolz auf ihre Leistungen sein könnten. Nun beginne ein neuer Lebensabschnitt mit vielen Chancen und Möglichkeiten. Der Förderverein unterstütze zahlreiche Aktionen, die den Schulalltag bereicherten und bleibende Erinnerungen schafften, denn eine gute Schule sei weit mehr als reiner Unterricht. Er gab den Jugendlichen mit auf den Weg, die gesammelten Erfahrungen, die entstandenen Freundschaften und den gewonnenen Mut mitzunehmen, da all dies auf ihrem weiteren Lebensweg von großer Bedeutung sein werde.

Für den Elternbeirat gratulierte die scheidende Vorsitzende Claudia Müller den Schülerinnen und Schülern zu ihren Leistungen. Während ihrer Schulzeit seien sie mutiger und stärker geworden. Die Abkürzung „LLR“ interpretierte sie auf besondere Weise neu: Das erste „L“ stehe für Liebe, denn diese begleite die Absolventinnen und Absolventen ihr ganzes Leben und erinnere an all jene Menschen, die stets an sie geglaubt hätten. Das zweite „L“ bedeute Leben, das von Erfahrungen, Chancen und überraschenden Wendungen geprägt sei. Das „R“ schließlich stehe für Reise. Der Schulabschluss markiere den Beginn einer spannenden Reise, auf der es gelte, den eigenen Weg zu finden und offen für Neues zu bleiben. Abschließend ermunterte sie die Jugendlichen, neugierig zu bleiben, an sich selbst zu glauben und ihrer Zukunft mit Mut und Zuversicht entgegenzugehen.

Nun kamen die Schülersprecherinnen und -sprecher selbst zu Wort. Paul Kagerbauer (10b), Sara Krusko (10c) und Hannah Zacher (10b) ließen die vergangenen Schuljahre an der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule Revue passieren. Aus einer Klassengemeinschaft sei im Laufe der Zeit ein starkes Team geworden, das gemeinsam an seinen Aufgaben gewachsen sei. Besonders in Erinnerung blieben die zahlreichen außerschulischen Fahrten und Veranstaltungen. Den Höhepunkt bildete die gemeinsame Abschlussfahrt nach Berlin, bei der aus Klassenkameraden vielfach enge Freundschaften entstanden seien. Mit einem Augenzwinkern verabschiedete Hannah Zacher das Publikum mit den Worten: „Das, was in Berlin alles passiert ist, bleibt in Berlin!“ Gleichzeitig sprach sie den Lehrkräften ihren Dank für die jahrelange Begleitung, ihre Geduld und ihren unermüdlichen Einsatz aus.

Als Zeichen der Wertschätzung überreichten die Abschlussklassen den beiden Sekretärinnen Barbara Messer und Simone Kruska jeweils einen Blumenstrauß. Auch Hausmeister Max Geiger erhielt als Dank für seine Unterstützung ein Präsent.

Schulleiter Andreas Schaffhauser stellte seine Ansprache unter das Motto Die Schullaufbahn als Tour de France – Etappen, Bergwertungen und das gelbe Trikot des Lebens“. Vor sechs Jahren hätten sich die Schülerinnen und Schüler für diese große Rundfahrt qualifiziert und seien im Jahr 2020 – mitten in der Corona-Pandemie – an der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule gestartet. Mit dem Startschuss habe ihre gemeinsame Reise begonnen. Schnell hätten sie erfahren, dass Schule weit mehr sei als ein Ort des Lernens: Sie sei eine Gemeinschaft, in der Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Verantwortung füreinander eine entscheidende Rolle spielten.

Auf ihrem Weg hätten die Jugendlichen zahlreiche Etappen gemeistert und dabei immer wieder Fleiß, Ausdauer, Disziplin und Durchhaltevermögen bewiesen. In den Abschlussprüfungen habe sich schließlich gezeigt, wer auch unter Druck einen kühlen Kopf bewahren und seine Leistung punktgenau abrufen könne. Die letzten Kilometer bis zum Ziel hätten alle mit großem Einsatz bewältigt – getragen von der Unterstützung ihrer Familien.

Andreas Schaffhauser sprach den Eltern seinen Dank für das Vertrauen in die Schule aus und würdigte zugleich die engagierte Arbeit des Kollegiums. Den Absolventinnen und Absolventen gab er abschließend mit auf den Weg, den Mut zu haben, große Ziele zu verfolgen, ohne sich von möglichen Rückschlägen entmutigen zu lassen. Ebenso ermunterte er sie, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst stets treu zu bleiben.

Gemeinsam mit den Klassenleitungen Maria Hierl (10a), Michael Wolff (10b), Claudia Lindner (10c) sowie Konrektor Gregor Schießl überreichte Schulleiter Andreas Schaffhauser anschließend die Abschlusszeugnisse. Die drei Abschlussklassen bedankten sich ihrerseits bei ihren Klassenleitungen, den Lehrkräften der Prüfungsfächer mit kleinen Präsenten für deren Unterstützung während der Schulzeit.

Im Anschluss wurden die erfolgreichsten Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet. Andreas Schaffhauser zeigte sich beeindruckt von den hervorragenden Ergebnissen des diesjährigen Abschlussjahrgangs: 24 der 68 Prüflinge erreichten einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma.

Besonders erfolgreich schnitt die Klasse 10c ab. Dort erzielten 13 von 19 Schülerinnen und Schülern einen Einserschnitt. Folgende Schülerinnen und Schüler erreichten im Abschlusszeugnis einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma: Max Zellner, 10c (1,92), Sara Krusko, 10c (1,82), Lucy Müller und Lilly Lau, 10c (1,73), Luisa Wagner, 10c, und Jonas Richter, 10a (1,64), Mirja Leibl, 10b (1,58), David Unertl, 10c, Thomas Stoiber, 10a, Ricardo Mühlbauer, 10c, Olivia Molitor, 10c sowie Lotti Karsai, 10c (1,55), André Steinleitner, 10a, und Lea Graupp, 10c (1,45), Christina Abel, 10b (1,42), Lara Hattenberger, 10b (1,33), Johannes Weiß, 10a, Andreas Schwarzmeier, 10c, Sophia Schneider, 10a und Jonas-Maximilian Köster, 10a (1,27).

Zu den Jahrgangsbesten gehörten Laura Zimmermann (10a), Romana Teot (10c) und Anna Strambach (10c) mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,18.
Das beste Abschlusszeugnis erzielte Veronika Schlichting (10c) mit der Traumnote 1,00.
Als besondere Anerkennung überreichte Schulleiter Andreas Schaffhauser den vier Schulbesten den „kleinsten Goldbarren der Welt“.

Für besonderes Engagement während ihrer Schulzeit wurden anschließend mehrere Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet.

Als Schülerrichterinnen und Schülerrichter ehrte die Schule Lara Hattenberger (10b), Sara Krusko (10c) sowie Andreas Schwarzmeier (10c).

Für ihren langjährigen Einsatz im Schulsanitätsdienst wurden Andreas Schwarzmeier (10c), Sara Krusko (10c), Dominika Kubíková (10c), Jakob Veitl (10a) und Sarah Wimmer (10c) ausgezeichnet. Ingo Kiefl würdigte das große Engagement der Jugendlichen und zeigte sich besonders stolz auf deren Erfolg beim Bayerischen Schulsanitätswettbewerb. Als beste Realschul-Sanitäter Niederbayerns hatten sie sich für das Landesfinale qualifiziert und dort unter den Siegern aller Regierungsbezirke einen hervorragenden dritten Platz erreicht.

Mit einem musikalischen Dankeschön verabschiedeten Katrin Anthofer, Benjamin Lepold und Kersten Wagner mehrere Schülerinnen und Schüler, die sich über viele Jahre hinweg besonders für das Schulleben eingesetzt hatten. Das „Präsent“ galt Mirja Leibl (10b), Emma Müller (10b), Romana Teot (10c) und Tim Zellner (10b) für ihr Mitwirken in der Schulband sowie Jonas Prommersberger und Jakob Veitl (10a) für ihr Engagement im Technik-Team.

Bevor die Feier mit der Bayernhymne und der Nationalhymne – begleitet vom Bläserensemble unter der Leitung von Heike Mandl – ihren würdigen Abschluss fand, richtete Schulleiter Andreas Schaffhauser noch einmal Worte des Dankes an alle, die zum Gelingen des Schullebens beitragen. Sein Dank galt den Eltern für das entgegengebrachte Vertrauen ebenso wie dem Schulleitungsteam, den Lehrkräften, den Sekretärinnen, den Schülersprecherinnen und Schülersprechern sowie dem Hauspersonal für das vertrauensvolle und konstruktive Miteinander.

Besonders verabschiedete er die scheidende Elternbeiratsvorsitzende Claudia Müller, deren Sohn die Schule in diesem Jahr verlassen hat und nun versucht, beim 1. FC Nürnberg den Sprung zum Fußballprofi zu schaffen. Ebenso würdigte er das langjährige Engagement von Roland Schreib, dessen Tochter Rosalie zu den diesjährigen Absolventinnen gehörte.

Für den musikalischen Rahmen der Abschlussfeier sorgten die Lightning Rockers und der Schulchor. Als Solistinnen und Solisten traten Nelli Eid (8d), Mirja Leibl (10b), Marlene Stadler (7a) und Tim Zellner (10b) auf.

Beim anschließenden Stehempfang nutzten Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Gäste die Gelegenheit, bei einem Glas Sekt und kleinen Häppchen auf die vergangenen Schuljahre zurückzublicken und gemeinsam auf den erfolgreichen Abschluss anzustoßen.