Schule und was dann?

Unser Konzept für die berufliche Orientierung an der LLR

Die Jugendlichen fit für die berufliche Zukunft zu machen, ist und bleibt ein herausragendes Bildungsziel der Landgraf Leuchtenberg Realschule und liegt uns besonders am Herzen. Dass wir in diesem Bereich hohe Qualität vermitteln, wurde durch die Auszeichnung mit dem Berufswahl-SIEGEL nachhaltig bestätigt.

Das Projekt Berufswahl-SIEGEL wird regional sowie bundesweit von zahlreichen Entscheidungsträgern unterstützt. Die Trägerschaft hat das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. übernommen. Unterstützt wird das Projekt durch die Interessengemeinschaft Selbständiger, Unternehmer und freiberuflich Tätiger e. V., dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie der Arconic Foundation. Weitere Partner im Projekt sind die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit. Eine Auszeichnung erhalten Schulen, die bereits eine besonders gute Berufsorientierung bieten. Durch das regionale und bundesweite Netzwerk, das den SIEGEL-Schulen zu Teil wird, erhalten diese kontinuierliche Begleitung und Beratung bei der Berufswahlorientierung, um sich stetig und nachhaltig weiterzuentwickeln und die Qualität der Aktionen zu verbessern. Damit soll erreicht werden, dass den Schülerinnen und Schülern der Einstieg in eine Ausbildung oder eine weiterführende Schule so leicht wie möglich gelingt. Begleitet wird die Zertifizierung dabei durch eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schulen, der Wirtschaft oder auch Kammern oder Universitäten.

Der Schwerpunkt der beruflichen Orientierung liegt in den 8. und 9. Jahrgangsstufen. In verschiedenen Veranstaltungen haben unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich intensiv zu informieren.

In den neunten Klassen bildet der Elterninformationsabend mit Herrn Christoph Kreuzer von der Agentur für Arbeit in Deggendorf sowie dem Koordinator für die berufliche Orientierung Dominik Schwarz den Auftakt. Den nächsten Meilenstein bilden dann nach den Herbstferien die Berufsorientierungstage. Diese umfassen Coachings im Bereich Assessment und Bewerbung, ein Kniggekurs und wahlfächerspezifische Schwerpunkte wie z.B. eine App-Programmierung in Kooperation mit den EDV-Schulen des Landkreises Deggendorf, einem Unternehmensgründungsplanspiel der Hans Lindner Stiftung und Betriebserkundungen der Firmen Schiller Automatisierungstechnik GmbH und Lindner SE.

Den nächsten Meilenstein bildet dann das Seminar „Mein mutiger Weg“ Das Ziel dieses Seminares ist es, die Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, sich persönlich und vor allem die eigenen Stärken kennenzulernen, erste Berufsideen zu sammeln, die zu ihrer Persönlichkeit passen und den Mut zu finden, ihren eigenen Weg nach der Schule zu gehen. Der stärkenorientierte Ansatz dieses Seminars passt perfekt zu unserer pädagogischen Ausrichtung als KOMPASS Schule.

Einen weiteren Höhepunkt im Schuljahr der neunten Jahrgangsstufe bildet die neu ins Leben gerufene Berufsmesse der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule. Das Konzept sieht sowohl eine Berufsinfomesse in der Stadthalle Osterhofen als auch Vorträge von 30 Referentinnen und Referenten aus ausbildenden Betrieben der Region und Vertretern weiterführender Schulen vor.

Als weiteren Baustein unserer Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung Ihres Kindes bieten wir ein schulisch begleitetes und verpflichtendes Betriebspraktikum an. Unser Konzept basiert hier auf den drei Säulen der Dokumentation, Evaluation und der Hospitation.

1. Dokumentation: Ihr Kind kümmert sich selbstständig um einen Praktikumsplatz und dokumentiert die Inhalte und Aufgaben in Wort und Bild in einem Berichtsheft, welches dann bei der Lehrkraft im Fach „Wirtschaft und Recht“ abgegeben und bewertet wird. Die Schülerinnen und Schüler erhalten nach Beendigung des Praktikums eine Bescheinigung durch die Schule.

2. Evaluation: Um ihrem Kind eine Rückmeldung über die Leistung bzw. Stärken und Schwächen innerhalb dieses Praktikums geben zu können, werden die Betriebe gemeinsam mit dem Praktikanten/der Praktikantin in einem Abschlussgespräch einen Evaluationsbogen ausfüllen.

3. Hospitation: Wir wollen aber auch selber als Schule erfahren und daran teilhaben, was unsere Schüler*innen in den einzelnen Betrieben leisten. Aus diesem Grund werden die Wirtschatfs-lehrkräfte bei den einzelnen Praktikumsbetrieben hospitieren.

Im Laufe eines Schuljahres erhalten wir als Schule sehr viele Informationen von ausbildenden Betrieben in Form von freien Praktikums- und Ausbildungsplätzen und Informationsmaterialien weiterführender Schulen. Diese Informationen stellen wir allen Schülerinnen und Schülern Padlet digital in unserem zur Berufsorientierung zur Verfügung.