28 Sep 2021

Testlauf für die erste Wahl

Juniorwahl 2021 in der Aula – Übungsprogramm an der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule

 

 


Das Wahlhelferteam der Realschule Osterhofen sorgte beim Wahlgang in der Aula für einen reibungslosen Ablauf (von links):
Marco Hess, Pauline Apfelbeck, Claudia Weigl und Theresa Kurz. 

„Ich finde es toll, dass man vorher schon mal sieht, wie Wählen geht“, freut sich Theresa Kurz. Die 15-Jährige ist Teil des Wahlhelferteams an der Land- graf-Leuchtenberg-Realschule (LLR) Osterhofen.
Dort hat gestern die Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021 stattgefunden.

69 Schüler der 10. Klassen nutz- ten hierbei die Möglichkeit, schon vor Erreichen der Volljährigkeit das erste Mal zu wählen.
„In den letzten zwei Wochen haben wir die Wahlgrundsätze, das Wahlsystem und den Ablauf im Wahllokal näher beleuchtet“, erklärt Lehrer Dominik Schwarz.
Bereits seit 2014 beteiligt sich die LLR an der Juniorwahl und hat das Projekt fest in ihr Angebot mit aufgenommen.
Die Schüler werden zuerst per Wahlbenachrichtigung eingeladen. Mit einem Wahlzettel und dem Schülerausweis können sie sich zur Wahl anmelden.

Ein Wahlgremium bestehend aus Wahlleiter Marco Hess (15), Pauline Apfelbeck (15), Claudia Weigl (15) und Theresa Kurz (15) beobachtete die Wahl.
Die Wahlhelfer haben zuvor Wählerverzeichnisse angelegt und werden später die Stimmen auszählen.
„Sie übernehmen aktiv Verantwortung und sorgen für einen reibungslosen Ablauf“, erklärt Lehrer Dominik Schwarz.

Gefördert wird die Juniorwahl durch den Deutschen Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundeszentrale für politische Bildung.
Bundesweit beteiligen sich in diesem Jahr 4400 Schulen, das sind rund 1,5 Millionen Schüler. Ab 8 Uhr war das Wahlhelferteam im Einsatz.
„Es wählen alle 10. Klassen“, schildert Schwarz. Dies passiere aufgeteilt auf drei Unterrichtsstunden – pro Klasse ist eine Stunde eingeplant.

„Die Erfahrung ist das schon wert“, findet Pauline Apfelbeck. Man sehe so auch, wie die Jugend wählen würde, sind sich die Wahlhelfer einig.
„Ich finde, dass es eine gute Möglichkeit für Schüler ist, Demokratie einzuüben“, sagt Lehrer Schwarz.
Wenn er sich zurückerinnere, habe es so etwas in seiner Schulzeit nicht gegeben.

Heute, Freitag, 18 Uhr, steht das Ergebnis fest, berichtet Dominik Schwarz: „Es wird allerdings noch bis Sonntag 18 Uhr verschlossen gehalten.“ Dann sei es fast genau so wie bei der echten Bundestagswahl.
Die Schüler freuen sich sehr, denn dadurch ist die echte Wahl später mal, wie es Marco Hess ausdrückt „a g’mahde Wiesn.“


Unter Aufsicht von Wahlvorstand Marco Hess wirft Schülerin Athina Papavlassopoulos ihren Wahlzettel in die Wahlurne.

 

Beitrag und Fotos von Franziska Kirschner