Drei Sonderpreise für LLR -Schüler

Osterhofener Realschüler waren mit ihren Projekten sehr erfolgreich bei „Jugend forscht“

 

Beim 34. Wettbewerb von „Jugend forscht“, der an der Universität Passau durchgeführt wurde,
überzeugten auch in diesem Jahr die Jungforscherinnen und -forscher der Landgraf- Leuchtenberg-Realschule die Jury mit ihren Ideen.
Einen Sonderpreis der IHK (Industrie und Handelskammer) erhielten Athina Papavlassopoulos und Vanessa Fuchs aus der Klasse 7b
für ihr Mulitfunktions-Schneidebrett bei der Preisverleihung im Audimax der Universität.
Die zwei Mädchen hatten in das Brett viele Utensilien integriert. Es beinhaltet einen Gemüsehobel, eine Käsereibe,
mehrere leicht zu wechselnde Auffangbehälter, eine Vorrichtung zum Messerschärfen, eine Haltevorrichtung zum sicheren Ablegen
der Arbeitsmesser und einen kleinen Auffangbehälter für die Schnittabfälle.
Wichtig war den Schülerinnen eine einfache Handhabung und eine leichte Reinigungsmöglichkeit.

Ein weiterer Sonderpreis der IHK, der ebenfalls mit 75 Euro dotiert war, ging an Maximilian Huber, Maximilian Wagner (Klasse 7a) und Jonas Riedl (Klasse 6b).
Sie hatten ein Testverfahren entwickelt, um die Qualität von Batterien festzustellen.
Sie verglichen verschiedene Batterie-Anbieter und ermittelten die Batterie mit der längsten Laufzeit.

Zu guter Letzt konnten sich Maxima Dietl, Lina Weinzierl, Laura Sepaintner (Klasse 7b) und Hanna Weigl (Klasse 6b) über einen Sondersachpreis der ZF Friedrichshafen AG freuen.
Dabei verglichen sie die Inhaltsstoffe von Deos und stellten fest, dass ungefähr ein Drittel der Bestandteile bedenklich sind.
Für alle Teilnehmer der Jugend forscht-Gruppe war der Regionalwettbewerb eine spannende Erfahrung.

Nach der offiziellen Preisübergabe am Freitagnachmittag hielt Gastredner Prof. Dr. Joachim Ruther von der Universität Regensburg
einen Festvortrag zum Thema „Die Chemie muss stimmen – sexuelle Kommunikation bei parasitischen Wespen“.
Seine Erläuterungen veranschaulichte er mit vielen Bildern und Vergleichen, die verdeutlichten, wie Duftstoffe in der Insektenwelt die Partnersuche beeinflussen.
Das diesjährige Motto von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ lautete: „Frag nicht mich, frag Dich!“.

222 Jungforscher reichten über 120 einfallsreiche und oft praxisnahe Erfindungen ein, die sie der Jury und der Öffentlichkeit in den Räumen der Universität Passau eindrucksvoll präsentierten.
Über die große Resonanz freute sich der Leiter des Regionalwettbewerbs, Andreas Kämmerer.
In der heutigen Zeit würden viele ja meistens gleich das Smartphone zücken und googeln, wenn man etwas wissen will, stellte er fest.
„Leidenschaftlich gerne forschen, erfinden und experimentieren“, das sei es, worauf es ankomme.
„Jugend forscht“ ermuntere alle Jungforscher diese Herausforderung anzugehen und selbst ein eigenes Forschungsprojekt zu erarbeiten, führte er weiter aus.
„Hab den Mut und frag dich selbst und suche selbst nach Antworten auf deine Fragen. Zeig, was in dir steckt und was du kannst“, erläuterte Kämmerer die Devise.
Die Jugendlichen hätten diesen Mut bewiesen und seien in die spannende Welt von Forschung und Wissenschaft eingetaucht, lobte er die Jungforscher.
Sie seien nicht nur in der Lage, intelligente Fragen zu stellen, sondern auch gleich durch geschickte Forschung die passenden Antworten zu finden.
Er stellte den Wert des spielerischen Erfassens von Phänomenen und Zusammenhängen heraus. Es sei die beste aller denkbaren Lernmethoden, da sie die Kreativität anregt.
Kreatives Denken stehe im Mittelpunkt eines Wettbewerbs wie „Jugend forscht“, betonte Kämmerer.
Dabei sei es wichtig von bekannten Denkmustern und Fragestellungen abzuweichen und neue Wege auszuprobieren.
„Mit euren Projekten ist es vielen von euch gelungen. Wer Altes loslassen und Neues denken will, der braucht Mut und den habt ihr bewiesen“, unterstrich der Leiter des Regionalwettbewerbs.

 

IHK-Bereichsleiter Berufliche Ausbildung Thomas Graupe (v.l.) gratulierte Maximilian Huber und Maximilian Wagner (Klasse 7a) sowie Jonas Riedl (Klasse 6b) zum Sonderpreis der IHK für ihr Batterie-Testverfahren.

Für ihr Multifunktions-Schneidebrett erhielten Vanessa Fuchs (l.) und Athina Papavlassopoulos (2.v.r.) einen Sonderpreis der IHK .

Einen Sondersachpreis der ZF Friedrichshafen AG erhielten Maxima Dietl (v.l.), Lina Weinzierl (Klasse 7b), Hanna Weigl (Klasse 6b) und Laura Sepaintner (7b) für ihr Deo-Forschungsprojekt.

Bericht: Daniel Greilich