Unsere Umwelt AG stellt sich vor

Umweltschutz ist derzeit aktueller denn je: Angeregt von der 16-jährigen Greta Thunberg demonstrieren Jugendliche regelmäßig für mehr Klimaschutz. In Volksbegehren und Wahlen zeigen die Bürger, dass ihnen jetzt das Wohl der Natur am Herzen liegt.

Seit September 2018 verschafft auch die Landgraf-Leuchtenberg Realschule dieser brisanten Thematik Raum. So wird 14-tägig das Wahlfach „Umwelt-AG“ am Nachmittag angeboten.

Einzelne Teilnehmer stellten anfangs die Frage: „Heißt das, dass wir am Nachmittag freiwillig Müll aufsammeln müssen?“ „Das wäre möglich. Aber Umwelt-Schutz mit unserer Gruppe bedeutet mehr!“, betont Lehrerin Alexandra Krempl, die den Wahlkurs an der LLR durchführt.


Die Schülerinnen bauen einen Fledermauskasten.
Jamila Sanli (Klasse 7c) und Julia Kothig (Klasse 7a)

So galt es unter Anleitung von Förster Marko Ambros im Stadtwald Totholz freizuschneiden und kleine Bäumchen zu pflanzen. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten den Wald als „Lernort“ und staunten, wie vielfältig das Leben im Wald funktioniert.

So wachsen Baumpilze auf abgestorbenen Stämmen, zersetzen diese und dienen gleichzeitig den Tieren als Nahrung.


Die Schüler nehmen eine Probe, um die Bodenfeuchtigkeit festzustellen. Anschließend werden Wildtriebe an günstige Standorte umgepflanzt.

Weitere Anregungen, ökologische Zusammenhänge selbst zu entdecken boten neben dem Stadtwald, der nahegelegene Stadtpark sowie das Infozentrum Isarmündung, das den Schülern einen unmittelbaren Zugang zur Natur ermöglichte.

Die Teilnehmer der Umwelt-AG haben zudem einen Fledermauskasten gebaut, eine Vogelfutter-Mischung hergestellt und auch Tomatenpflänzchen pikiert, das heißt in separaten Töpfen eingepflanzt.


Die Schülertruppe geht eifrig ans Werk.

Aber auch die Geschmacksnerven der Schüler wurden getestet. Aus eigenen Äpfeln und Walnüssen wurde ein köstliches Apfel-Crumble zubereitet und verköstigt. Verschiedene Apfelsorten wurden einem Geschmackstest unterzogen, sodass die Teilnehmer beinahe selber zu Apfelspezialisten (Pomologen) wurden.

Die Naturerfahrungen und Aktivitäten bereicherten den Kurs enorm. „Nur wer die Natur liebt, wird sich für sie einsetzen“, ist sich Lehrerin Alexandra Krempl sicher. Für sie steht es außer Frage, dass die „Umwelt-Kids“ für ökologische Belange sensibilisiert werden können. Denn gerade sie werden von Themen wie beispielsweise dem Klimawandel stark betroffen sein.  Auch die Ressourcenvergeudung unserer konsumorientierten Wegwerfgesellschaft wurde am Beispiel des Mobiltelefons diskutiert und die gravierenden Folgen kritisch erörtert.

Der Schule war der Nachhaltigkeitsgedanke schon immer ein Anliegen und erfuhr durch die Umwelt-AG einen neuen Impuls. Eine Handy-Sammelaktion an der LLR wurde ins Leben gerufen und somit ein Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen gesetzt. Darüber hinaus hat die Schule in einer Spendensammlung knapp 3000 € für den BUND Naturschutz gesammelt.

 

 

Der ökologische Fußabdruck