18 Jul 2018

Technik zum Ausprobieren

 LLR-Schüler besuchten rollenden M+E Info-Truck

Wie wird eine CNC-Fräse programmiert? Wie setzt man Schaltungen so zusammen, dass ein geschlossener Stromkreislauf entsteht? Wie funktioniert ein Aufzug mit SPS-Steuerung? Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule auseinander. Zusammen mit ihren Lehrern besuchten sie den Infotruck für Metall- und Elektroberufe, der auf dem Pausenhof der Mittelschule Halt gemacht und die Schüler zu einer ungewöhnlichen Unterrichtsstunde eingeladen hatte.

Im imposanten Gefährt konnten man sich auf zwei Etagen mit 80 m² Präsentationsfläche einen Überblick über die Ausbildungsmöglichkeiten im größten Industriezweig Deutschlands verschaffen. Die erfahrenen Berater Wolf Dieter Bieler (Elektromeister) und Andreas Oswald (Metall-Techniker) betreuten die Achtklässler.

In einem kurzen Einführungsfilm wurden den Schülern anschaulich konkrete Beispiele von Auszubildenden im Bereich der technischen Berufe in der Metall- und Elektroindustrie vor Augen geführt. Danach durfte die erste Gruppe im Erdgeschoss des Trucks praktische Informationen an verschiedenen Stationen sammeln. Einmal ging es darum, unterschiedliche Steckverbindungen herzustellen. Eifrig stellten die Schüler die Schaltungsblöcke so zusammen, dass der elektrische Stromkreislauf geschlossen wurde und eine Glühlampe aufleuchtete. Eine andere Gruppe programmierte die computergesteuerte CNC-Fräse und wurde dabei von Berater Wolf Dieter Bieler unterstützt. Ziel war es, in einem kleinen Aluminium-Metallblock die Initialen des Klassennamen einzufräsen. Am Rechner programmierten sie die Eckpunkte in ein Koordinatensystem mit X- und Y-Achse. Nach wenigen Minuten war das Produkt fertig und zwar auf den Millimeter genau. Anderen Schülern hatte es eine pneumatische Miniatur-Fertigungsanlage angetan. Mithilfe einer Steuerungseinheit sollten Deckel auf Dosen gesetzt werden. Auch die Steuerung eines Modell-Aufzuges mit SPS-Steuerung weckte das Interesse der Schüler. Hier konnten sie lernen, wie ein Aufzug in Aktion gebracht wird.

Im oberen Bereich des M+E Info-Trucks erwarteten die beiden Auszubildenden Julia Hartl und Andreas Nigl von der Firma Schiller die zweite Gruppe. Sie erläuterten ihnen, wie die Ausbildung in dem Osterhofener Betrieb für Automatisierungstechnik abläuft, welche Aufgaben sie übernehmen und welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt. Julia Hartl, eine ehemalige Schülerin der Realschule Damenstift, absolviert derzeit eine Ausbildung zur technischen Produktdesignerin und befindet sich im zweiten Lehrjahr. Andreas Nigl hingegen ist bereits im dritten Ausbildungsjahr für Elektroniker.

Zusätzlich konnten sich die Schüler eigenständig mithilfe von Tablets und einem Multimedia-Terminal über weitere Ausbildungszweige der einzelnen Berufe informieren. Andreas Oswald beantwortete die Fragen der Schüler und betonte, wie aussichtsreich eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie ist: „Wenn ihr eine Ausbildung in einem metallverarbeitenden Betrieb macht, werdet ihr im Anschluss mit großer Wahrscheinlichkeit übernommen.“ Die Jugendlichen staunten nicht schlecht über die Vielzahl der Ausbildungsberufe in dieser Branche. Geld, Interesse und Spaß am Beruf sind Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Berufs – waren sich alle Schüler einig. Zur Verwirklichung dieser Ziele bietet die Metall- und Elektro-Industrie genügend Chancen und Perspektiven.

Für die Schüler war der Unterrichtsgang eine willkommene Abwechslung zum Unterricht im Klassenzimmer. Sie erhielten einen anschaulichen Einblick in die vielfältige moderne und technisch anspruchsvolle Arbeitswelt der Metall- und Elektroindustrie.


Großes Interesse galt dem Infodesk über neue Berufe. Berufsinfodesk.


Betreuer Andreas Oswald begrüßt die Achtklässler im Infotruck.


Im Nu ist die Schaltung fertig.


Das Bedienen einer Fertigungsanlage fordert Konzentration und macht Spaß!