19 Jul 2019

22 mal die Eins vor dem Komma!

84 Absolventinnen und Absolventen der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule

verlassen mit dem Realschulabschluss die Schule

Nach dem feierlichen Abschlussgottesdienst – musikalisch umrahmt von der Schülerband unter Hans Rimböck – in der Stadtpfarrkirche in Osterhofen und einem kleinen Sektempfang – gesponsert vom Förderverein der Schule – ging es hinüber in die Dreifachturnhalle zum finalen Festakt.  Mit „Mary you“, einem Gute-Laune-Song von Bruno Maas, eröffnete die Schulband unter Ingo Kiefl die Abschlussfeier.

Anton Oldenburger (10a) begrüßte im Anschluss daran seine Mitschülerinnen und Mitschüler und meinte, dass der heutige Tag auch ein Tag sei, an dem man sich von lieb gewonnenen Mensch verabschieden werde und freute sich aber auch auf die kommenden tollen Programmpunkte, bei denen auch Absolventinnen und Absolventen mitwirken würden, denn die „Leuchtenberger Schulfamilie“ verstehe es zu feiern.

Lisa Hack (10b) schloss sich dem an und meinte, dass sie alle während der Schulzeit auf dem langen Weg zum Ziel nie allein gewesen wären – angefangen bei den Eltern und Familien bis hin zu den jahrelangen täglichen Begleitern, den Mitschülern und Freunden. Sie bedankte sich im Besonderen bei Stadtpfarrer Christian Altmannsperger und Religionslehrerin Birgitt Schneider-Aigner für die Planung und würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes.

 

Im weiteren Verlauf begrüßte sie die anwesenden Vertreter von Kirche und Politik. Ein herzliches „Grüß Gott“ ging an Landrat Christian Bernreiter. Als Sachaufwandsträger habe der Landkreis in der Vergangenheit investiert und werde auch in Zukunft für die neue Realschule investieren. Seitens der Schülerschaft sei ihm dafür gedankt.

Des Weiteren hieß sie Kreisrat Alois Kapfhammer als Vertreter des Landkreises Passau herzlich willkommen.

Die Abschlussfeier ist auch für die Stadt Osterhofen ein besonderes Ereignis. Aus diesem Grunde freute sich Anton Oldenburger über die Anwesenheit der hiesigen Vertreter aus der Politik: die ehemalige Bundestagsabgeordnete Brunni Irber, die erste Bürgermeisterin der Stadt Osterhofen Liane Sedlmeier, die zweiten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinde Aldersbach Marie-Luise Wiese, der Gemeinde Buchhofen Bettina Huber, des Marktes Hengersberg Karl Heinz Seidl sowie den dritten Bürgermeister der Stadt Vilshofen Fritz Lemberger und der Gemeinde Künzing Franz Ameres.

Herzlich willkommen hieß es auch für die Vertreter der mit der Realschule verbundenen Schulen: die stellvertretende Schulleiterin Tanja Sicheneder-Anthofer und Michaela Schmid von der Grundschule Altenmarkt sowie Studiendirektorin Theresia Huber von der Aloys-Fischer-Schule in Deggendorf.

Nun waren die vielen Mitglieder der Schulfamilie als Gäste an der Reihe: Allen voran ging ein herzlicher Gruß an Schulleiter Oliver Sailer, sowie an seine Vorgänger Johannes Müller und Alfred Seidl und Alfons Bauer, den Direktor der Realschule Damenstift. Ein herzliches Willkommen galt auch den ehemaligen anwesenden Lehrkräften Franz Kirschner mit Gattin Elisabeth, Jutta Raab und Gerhard Schlegl und dem ehemaligen Hausmeister Herbert Knispel mit Gattin Anita. Auch der aktuelle Hausmeister Max Geiger und die Reinigungskräfte der Schule seien ebenfalls zu diesen besonderen Tag willkommen.

Ein besonderer Gruß und Dank galt den Sekretärinnen der Schule Barbara Messerer und  Andrea Schwab, die in der „Zentrale“ immer für alle Fälle und Notfälle bestens gerüstet waren.

Da es an der Schule neben dem Unterricht viele Veranstaltungen und Aktionen gibt, die die Schule alleine nicht stemmen kann, freute sich Lisa Hack ganz besonders den Ehrenvorsitzenden Josef Zacher sowie den Vorsitzenden Stefan Weinberger und Markus Schweizer vom Förderverein der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule zu begrüßen.

Ein „Herzliches Vergelts Gott“ für so manche finanzielle Unterstützung ging auch an den ersten Vorsitzenden Kurt Haberl sowie Silvia Kufner und Renate Schmid vom Elternbeirat der Schule.

Nicht zuletzt sei auch noch den ortsansässigen Banken und Unternehmen für ihr „Sponsoring“ gedankt: Günther Mader (Sparkasse Osterhofen), Christian Hofbauer (Raiffeisenbank Osterhofen), Josef Zacher (Volksbank Osterhofen) waren als Vertreter anwesend.
Auch Josef Irber und Max Meier, den Vorsitzenden der Asambläser und des Eissportclubs als Ortsvereine und Christoph Kreuzer von der Agentur für Arbeit in Deggendorf

Als nächster Redner trat Landrat Christian Bernreiter ans Mikrofon. Er gratulierte den jungen Damen und Männern auch im Namen der erkrankten Oberbürgermeisterin der Stadt Osterhofen Liane Sedlmeier zum erreichten Etappensieg. Er wünsche ihnen für die Zukunft, dass sie die richtige Wahl treffen, denn schließlich mache man nur das gern, was man auch gern habe. Darüber hinaus sollten sie alle annehmen, dass man auch weiterhin lernen müsse, denn Stillstand sei gerade das falsche. Er rief die Absolventinnen und Absolventen auch dazu auf, sich gerade in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs für Freiheit und Demokratie einzusetzen, da beide Güter keine Selbstverständlichkeit seien.
Zum Schluss ging er noch kurz auf die Fusion der beiden Schulen ein und betonte, dass dadurch eine jetzt stabile Realschule entstanden sei. Bezüglich des Neubaues wären die schulaufsichtlichen Genehmigungen auch für die Zweifachturnhalle vorhanden und frühestens Ende dieses Jahres hoffe man mit dem Architektenwettbewerb beginnen zu können, so dass 2022 mit dem Bau begonnen werden könne, der dann bis 2024 beendet sein sollte.

Mit dem Stück „When we stand together“ sorgten die Schulband und Maximilian Altschäffl mit einem kleinen Schlagzeugsolo zwischendurch für musikalische Abwechslung, bevor Stefan Weinberger, der erste Vorsitzende des Fördervereins der Schule, das Wort ergriff.


Er gratulierte den Absolventinnen und Absolventen und meinte, dass sie mit Abschlusszeugnis der Realschule gut auf die kommenden Jahre vorbereitet seien. Jedoch komme es auch weiterhin auf ihre Leistungsbereitschaft an. Sie hätten ein Fundament gelegt, dass ihnen alle Wege öffnen würde, wenn sie für sich selbst und für andere Aufgaben übernähmen.
Der Förderverein habe immer versucht, den Schulalltag durch die Förderung vielfältiger Aktivitäten angenehm zu gestalten. Zum Schluss gab er den jungen Frauen und Männern noch folgenden Rat: Gemäß Sepp Herbergers „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ sei es im Leben mit der Bildung und Weiterbildung so, wie mit dem Schwimmen in einem Fluss:  Wer aufhört, treibt ab!

Kurt Haberl, der Vorsitzende des Elternbeirats ergriff im Anschluss daran das Wort. Er ermutigte die Absolventinnen und Absolventen sich zu engagieren. Als Beispiel nannte er die „Fridays for Future“-Demonstrationen. Die Jugend sei die Generation, die die Zukunft gestalte und gerade auch bezogen auf die Umweltproblematik, brauche die Gesellschaft Engagement. Das ‚Wir-Gefühl‘ müsse wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden, um in der Gesellschaft etwas zu verändern. Er sei jedoch zuversichtlich, denn durch den Realschulabschluss werde den Jugendlichen ein gutes Rüstzeug mit auf den Weg gegeben. „Bringt euch ein und gestaltet mit!“ war sein Schlussapell an die Abschlussschülerinnen und Abschlussschüler.

Nach dem Klarinettenensemble bestehend aus Monique Dietl (8c), Maria Kreiller (10b) und Lisa Wagenpfeil (8d) trat der Direktor der Schule, Oliver Sailer, an das Rednerpult. Er begrüßte die Absolventen mit „meine lieben Prinzen und Prinzessinnen“ und bestätigte ihnen, dass sie mit dem ‚Qualitätssiegel Realschulabschluss‘ beste Chancen auf eine erfolgreiche Karriere nach ihrer Schulzeit hätten. Er sei auch stolz darauf, dass alle, also 100% der Absolventen und Absolventinnen im Anschluss eine Ausbildung machen bzw. eine weiterführende Schule besuchen würden.
Das Motto des diesjährigen Abschlusses ‚Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann‘ stamme von dem Maler, Dichter und Schriftsteller Francis Picabia. Es sei deswegen so geeignet, weil er selbst als Lehrer und Schulleiter in manchen von den anwesenden jungen Frauen und Männern das sogenannte Querdenken anlegen habe können. Allerdings habe auch er im Laufe des vergangenen Schuljahres oft querdenken müssen. So zum Beispiel als es darum ging, in Osterhofen einen geeigneten Ort für die Abschlussfeier zu finden.

Eine weitere Begründung fand Oliver Sailer in der Vitae des Dichters selbst: Dieser habe eine ausgeprägte Persönlichkeit gehabt.
Und genau das sei es gewesen, wozu er den Absolventinnen und Absolventen verhelfen wollte, dass sie ausgeprägte, nicht angepasste Persönlichkeiten werden. Der Fächerkanon der Realschule liefere dazu die notwendige fachliche, aber auch soziale Kompetenz um eben ein verantwortungsvoller Mensch mit Respekt und Anstand zu werden. Dies hätten alle wieder beim diesjährigen gesellschaftlichen Abschluss, dem Abschlussball des Tanzkurses – geleitet von Bianca Steinecker-Heller – gezeigt. Dafür sei er ihr und den Tänzerinnen und Tänzern sehr dankbar.
Ein weiterer Dank ging an Landrat Christian Bernreiter. Er habe gegenüber der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule zusammen mit dem Kreistag und der Verwaltung immer Wohlwollen gezeigt. Besonders jetzt in der Vorplanungsphase für den Neubau der Schule.  Und wenn der Architekt auch mitspiele, dann werde das neue Schulhaus ein großartiger Bau werden.
Da der Schulleiter immer auch gerne Schüler und Schülerinnen aus dem Landkreis Passau an seiner Schule habe, bedankte er sich ausdrücklich bei Kreisrat Alois Kapfhammer vom Nachbarlandkreis für sein Erscheinen.
Stellvertretend für die vielen Mandatsträger aus den Heimatgemeinden seiner Schülerinnen und Schüler ging ein ‚Dankeschön‘ an die erste Bürgermeisterin der Stadt Osterhofen Liane Sedlmeier und den dritten Bürgermeister der Stadt Vilshofen Fritz Lemberger.

Zu guter Letzt bedankte sich Oliver Sailer bei allen Lehrkräften der 10. Klassen und insbesondere bei den Klassenleitungen für deren hervorragende Arbeit.

Mit dem Appell an die Absolventinnen und Absolventen immer an das Motto der diesjährigen Abschlussfeier zu denken, beendete der Schulleiter seine Ansprache und fügte an, dass die Zeit, die sie gemeinsam verbracht hätten, unbeschreiblich gewesen sei – man müsse sie einfach erlebt haben.

 

 


Ein besonderes musikalisches Highlight war Eva Heringlehner (10d) mit ihrer Version von „Angel“.

Als nächstes wurden einige Absolventinnen und Absolventen für ihre besonderen Verdienste um die Landgraf-Leuchtenberg-Realschule geehrt.

Im Bereich Musik ehrte der Schulleiter Mathias Rieß (10c), Simon Vierthaler (10a) und Paul Wachler (10c) für ihre Einsätze als Bläser und Musiklehrer Hans Rimböck ehrte Eva Heringlehner (10c) sowie Maria Kreiller (10b) für ihr gesangliches und instrumentales Engagement.

Ingo Kiefl, der Leiter der Schulsanitäter, ehrte Paul Bolduan (10c), Moritz Erl (10a), Paul Riepl (10a) und Nick Stöckigt (10c) für ihre Erfolge bei den regionalen und überregionalen Leistungsvergleichen der Schulsanitäter.

Der eigentliche Höhepunkt war die Verleihung der Abschlusszeugnisse durch die Klassleitungen: Ingo Kiefl (10a), Josef Wagner (10b), Sabine Prebeck (10c) und Franz Dattenberger (10d).

Im Anschluss daran bat Oliver Sailer Landrat Christian Bernreiter, den Elternbeiratsvorsitzenden Kurt Haberl, Günther Mader (Sparkasse Osterhofen) sowie Christian Hofbauer (Raiffeisenbank Osterhofen) auf die Bühne um gemeinsam die Ehrung der Jahrgangsbesten durchzuführen.

Die zehn besten Schülerinnen und Schüler waren: Mario Hölzl (1,17/10c), Maxi Altmann (1,18/10a), Stephanie Lemberger (1,18/10d), Hanna Stadler (1,45/10d), Theresa Weinberger (1,50/10d), Stefanie Liebhaber (1,55/10b), Markus Lustinec (1,55/10a), Patricia Tschirnich (1,55/10d), Emily Erndl (1,58/10d), Catharina Leberfinger (1,64/10d), Franziska Meier (1,64/10d), Paul Wachler (1,64/10c), Alina Winetsdorfer (1,64/10d), Lisa Hack (1,64/10b) und Selina Salzberger (1,67/10b).

Sie alle bekamen zum Dank für ihre außerordentliche Leistungen in der Abschlussprüfung eine Silbermünze im Wert von ca. 25 bis 30 € – gestiftet von der Sparkasse und der Raiffeisenbank in Osterhofen – ausgehändigt. Des Weiteren gab es für die drei Prüfungsbesten noch zusätzlich die Osterhofen-Card, gestiftet vom Elternbeirat der Schule.

Nach diesen hochoffiziellen Teilen sorgte das Bläserensemble mit „Dem Land Tirol die Treue“ für Abwechslung und die spontane Gesangseinlage der Klasse 10c zu diesem Stück trug zur Erheiterung bei.

Nun waren die Schülersprecherin bzw. Schülersprecher Maxi Altschäffl (10a), Verena Friedberger (10c) und Simon Vierthaler (10a) an der Reihe:
Zum Abschluss wollten sie noch einmal einen Rückblick auf alle Stationen ihrer Schulkarriere werfen – auf Bayrisch! Dazu hatten sie die Idee, dies mit den Karrieren beim Fußball zu vergleichen. Die Schulen bekamen Vereinsnamen wie SV Gundschule, FC Damenstift und Spvgg LLR. Die Lehrer wurden dabei zu Trainern und die Schüler zu Spielern. Der Unterricht war das Training und sämtliche Ausflüge wurden zu zusätzlichen Sonder- und Zusatztrainings umbenannt.
Abwechselnd spannten nun die drei einen Bogen von der Grundschule zu den anfangs noch getrennten Realschulen bis hin zur Fusion und der neu entstandenen Schule. Dabei ließen sie die jeweiligen Fahrten und Aktionen Revue passieren.

Zum Schluss gab es noch ein großes „Vergelts Gott“ an das ehemalige Hausmeisterpaar und den neuen Hausmeister, sowie an das Reinigungspersonal, die Lehrer und selbstverständlich an die Eltern, für deren langjährige finanzielle und moralische Unterstützung.

Den Abschluss dieser überaus gelungenen Entlassfeier der Realschule Osterhofen bildetet das Bläserensemble mit der Bayernhymne.