Skifahren am Geißkopf mit den 6. Klassen

LLR-Schüler der 6. Klassen bereiteten sich auf das Skilager vor

Bei strahlendem Sonnenschein und bester Fernsicht, aber eisigen Temperaturen fanden die Skitage für die Schüler der 6. Klassen der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule am Geißkopf statt.
Zu Beginn des dreitägigen Skikurses waren noch etwa die Hälfte der ca. 40 Schüler Anfänger.
Unter der fachkundigen Anleitung der beiden Sportlehrer Jürgen Magg und Michael Wolff erlernten sie jedoch innerhalb kürzester Zeit die Grundlagen des Skifahrens.


Die Fortgeschrittenen bzw. Könner waren währenddessen mit weiteren begleitenden Lehrkräften auf den sehr gut präparierten Pisten unterwegs und genossen die idealen Schneeverhältnisse.
Ganz besonders gefallen hatte ihnen die Abfahrt durch den verschneiten Bayerischen Wald.

Die drei Tage vergingen viel zu schnell. Alle Sechstklässler freuen sich jetzt auf die Skilagerwoche in der 7. Klasse im nächsten Schuljahr.


 

Zehntklässler besuchten die KZ-Gedenkstätte Mauthausen bei Linz

Einblick in die nationalsozialistische Diktatur

 

Kurz vor Beginn der Weihnachtsferien fuhren Schüler der 10. Jahrgangsstufe in Begleitung der Lehrkräfte Daniel Greilich und Stephan Forster zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Geschichte direkt vor Ort ist ein wichtiges Anliegen der Fachschaft Geschichte und ermöglicht den Schülern, einen noch tieferen Einblick in die menschenverachtende Situation der Zeit des Dritten Reiches zu erhalten.

Die Schüler wurden von ausgebildeten Guides in vier Kleingruppen durch die Anlage geführt. So marschierten sie den gleichen Weg in das mächtige und bedrohlich wirkende Lager wie seinerzeit die Häftlinge: Sie gingen durch schwere und unbezwingbare Tore in eine andere Welt ohne Hoffnung. Es wurden zahlreiche Stationen aufgesucht und von den Gruppenleitern näher erläutert. Die Schüler bekamen eine Ahnung von dem, was hier einst geschah und zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig waren.

Vernichtung durch Arbeitslager

Durch die verkehrsgünstige Lage, in direkter Nähe zu einem Steinbruchverbund der „Deutschen Erd- und Steinwerke GmbH“, wurde zur Zeit des Nationalsozialismus beschlossen, in Mauthausen das erste und einzige Konzentrationslager auf dem Reichsgebiet der Kategorie III zu errichten. Dies bedeutete, dass die Häftlinge gezielt in Arbeitslagern vernichtet werden sollten. Somit wurden die Massenmorde als „normale“ Arbeitsunfälle oder krankheitsbedingte „Ausfälle“ vertuscht. Die Häftlinge hatten unter erbärmlichsten Bedingungen und mit denkbar schlechter Nahrungsversorgung schwerste Arbeiten im angrenzenden Steinbruch, dem „Wiener Graben“, zu verrichten. Sie wurden gezwungen, zentnerschwere Granitblöcke über die sogenannte „Todesstiege“ in das 31 Meter höher gelegene Lager zu schleppen. Bereits die Bezeichnung jener Treppe lässt erkennen, welche tödlichen Absichten verfolgt wurden. Unzählige Arbeiter stürzten mit ihrer Fracht die Treppe hinunter und rissen einige Mitgefangene mit in den Tod oder erlitten schwerste Verletzungen, die nicht behandelt wurden. Eine medizinische Versorgung der Häftlinge gab es nicht. Manch einer bekam eine Todesspritze mit Benzol oder er wurde Opfer eines bewusst tödlich endenden Experiments. Ab Mai 1942 wurde die erste Gaskammer zur systematischen Tötung kranker oder arbeitsunfähiger Häftlinge in Betrieb genommen. Eine Rückkehr der Häftlinge in die Gesellschaft war nicht beabsichtigt und praktisch ausgeschlossen. Insgesamt wurden in der Zeit von 1938 bis 1945 über 197 000 überwiegend männliche Häftlinge in Mauthausen inhaftiert, wovon nachweislich mehr als die Hälfte ermordet wurde.

Gefangene aus 30 Nationen

Unter ihnen waren Gefangene aus 30 verschiedenen Nationen, Zigeuner, ehemalige Straftäter, Andersdenkende, Homosexuelle, Juden und sogenannte „Asoziale“, welche willkürlich durch die SS zu solchen erklärt wurden. Sogar Kinder und Jugendliche zählten zu den Gefangenen. Heute, 71 Jahre nach der Befreiung der Überlebenden und der Auflösung des Konzentrationslagers durch alliierte Einheiten, erinnern immer noch gewaltige und furchteinflößende Gebäudekomplexe mit ihren tödlichen Einrichtungen an diese furchtbare Zeit.

„Mühlviertler Hasenjagd“

Zahlreiche Örtlichkeiten und Begebenheiten wurden in Ruhe erkundet und erklärt, bis hin zur „Mühlviertler Hasenjagd“, einer blutigen Tragödie: dem Ausbruch von 500 russischen Todeshäftlingen, denen vorerst eine spektakuläre Flucht aus dem streng gesicherten Lager gelang. Durch die Mithilfe der Bevölkerung kamen jedoch nahezu alle Häftlinge zu Tode. Auch die Einheimischen trugen so ihren Teil zu dieser gnadenlosen Menschenjagd bei und wurden zu Mittätern. Natürlich hatten einige Schüler zu Beginn der Führung ihre Interessenschwerpunkte, die sie unbedingt sehen wollten, wie beispielsweise die Vergasungsanlage, die Waffenkammer und das Krematorium. Denn jene Einrichtungen kannten sie von Abbildungen und Schilderungen aus den Geschichtsbüchern. Diese Orte des Todes aber selbst zu sehen, in den einzelnen Räumen zu stehen und zu wissen, dass hier viele Menschen getötet wurden, war eine ganz andere Erfahrung, die die Schüler nachdenklich und still werden ließ. Die neu gestaltete Sonderausstellung im Krankenrevier sowie der „Raum der Namen“ verdeutlichen in besonderem Maße, wie viele Menschen an diesem Ort ihr Leben lassen mussten und was an diesem Ort geschehen ist.

Ort der Gräueltaten

Mauthausen, ein zuvor idyllischer Ort an der Donau, steht fortan für eine der unzähligen Gräueltaten des Dritten Reiches, der Unmenschlichkeit einer entfesselten Diktatur. Nach der Führung hatten die Schüler Gelegenheit, das Gelände eigenständig zu erkunden. Eine Gruppe ging die „Todesstiege“ zum Steinbruch hinunter und informierte sich anhand der Gedenktafeln über die „Fallschirmspringerwand“. Viele Hunderte Häftlinge wurden von oben hinuntergeworfen. Sie zerschellten am Fuße der Wand oder ertranken in den tiefen Wassertümpeln. Oft stürzten sich auch Häftlinge, die die Qualen nicht mehr aushalten konnten, diese Wand hinunter. Die SS nannte diese Todgeweihten mit grausigem Scherz „Fallschirmspringer“. Mit vielen neuen Eindrücken traten die Schüler die Heimreise an. Viele Fragen stehen wohl für alle Zeit unbeantwortet im Raum: Wie kann es dazu kommen, dass Menschen so bestialisch mit ihren Mitmenschen umgehen? Wie konnte es geschehen, dass so viele Mitwisser wegschauten und nicht eingriffen? Was würden sich die Ermordeten aller Kriege auf unserer Welt, früher und heute, von den nachfolgenden Generationen wünschen? Was würden sie uns sagen wollen? Wovor würden sie uns warnen wollen? Der Gedenkstättenbesuch in Mauthausen zeigt einen Mosaikstein der Verbrechen des Dritten Reiches auf, der zum Nachdenken auffordert. Gerade jetzt, wo man zu Beginn des neuen Jahres mit Hoffnung in die Zukunft eines friedvollen Miteinanders blickt.

 

Eine LLR-Gruppe vor dem Eingang zum Krematorium mit Lehrer Stephan Forster (r.).

 

Ulrike Springer (l.) führte eine LLR-Gruppe durch die Anlage des KZ Mauthausen.

 

Ulrike Springer (l.) erklärte, was die Häftlinge vor der „Klagemauer“ erdulden mussten.

Die Schüler erfuhren viele makabre Einzelheiten über den Alltag der KZ-Häftlinge.

 


Daniel Greilich

 

 


 

Fahrt ins Wirtschaftsministerium

 


 

Ausflug zur Landesausstellung "BIER" nach Aldersbach

 


 

Biologieexkusion 2016